[ccc-fr] Re: [ccc-fr] Re: [ccc-fr] Re: Vorschlag einer gemeinsamen Pressemitteilung zur Kameraüberwachung

From: Chris Meidinger <chris_at_email.domain.hidden>
Date: Fri 11 Apr 2008 - 16:01:07 CEST
On Apr 11, 2008, at 3:49 PM, Tilman Baumann wrote:
> Armin Herbert wrote:
>
>>> Der Text ist allgemein schon zu lange. Aber vielleicht geht es noch
>>> besser die imaginaeren (oder kurzfristig vorhandenen) Vorteile  
>>> gegen die
>>> langfristigen gesellschaftlichen Nachteile aufzuwiegen.
>> Tja okay, klingt im Prinzip nicht schlecht. Nur, wie Du eben  
>> sagtest - der Text ist schon jetzt zu lang, und der Aspekt, dass  
>> die Vorteile eben nicht vorhanden oder wenn, dann marginal sind,  
>> muss auf alle Fälle belegt werden. Das versuche ich ja mit den  
>> Zitaten aus den Studien. Die gesellschaftlichen Nachteile sind am  
>> Ende mit dem Zitat des BVerfG ja ebenfalls enthalten. Das Zitat in  
>> seiner Originalfassung wäre eigentlich super dazu geeignet das  
>> länger auszuführen, weil es gut darstellt wie die Menschen aufhören  
>> ihre Grundrechte wahrzunehmen, wenn sie das Gefühl haben nicht zu  
>> wissen, wer was wann über sie weiß. Leider ist es aber auch  
>> ziemlich lang, deswegen habe ich es gekürzt.
> Satzbau umdrehen und fertig. Genau so eine Art von Argument meinte  
> ich. *g*
>
> Wenn man nicht aufpasst klingt das halt so wie.
> Wir wollen nicht das ihr euch gegen Sachbeschaedigung wehrt und wir  
> finden scheisse das ihr video ueberwacht.
> Und das ganze weil, nunja weil wir halt dagegen sind. Oder weil wir  
> die boesen verzogenen Kinder in schutz nehmen wollen oder selbst  
> gerne mal einen Sitz demolieren. (Ueberzogen ;) )

es muss einfach ausgeglichener sein. am besten sollten wir auch einen  
alternativvoschlag, oder zumindest einen ansatz, bringen. evtl. da ein  
vergleich zur wirkungskraft von sicherheitspersonal im vergleich zur  
technologie, wie's in aller munde ist im punkto terrorismus. also  
kernaussage: "wir sind burger die gerne sicher leben wollen, und auch  
sicherheit verstehen. wir halten die kameras für security theatre um  
wissen, daß es kosten ohne nutzen bringt. stattdessen sollten (zb)  
genau wie es jetzt kontrolleure gibt auch undercover security im  
buslinien mit wiederholten vorfällen geben die aufpassen ob jemand  
einen sitz zerstört. wie an anderen stellen belegt, ist das der  
wirksamste schutz etc"

> Die Wirkungslosigkeit (oder geringe Wirksamkeit) ist halt ein  
> Faktor. Aber wir waeren ja auch dagegen wenn es wirksam waere. Und  
> das halt aus gutem Grund.
> Vielleicht lohnt es noch die handfesten Kosten fuer imaginaeren  
> Schutz anzusprechen. Das gab bei den Berlinern ja eine schon die  
> besten Argumente. (Kosten, Aufklaerungsrate, wirkungslosigkeit gegen  
> Vandalismus)

wir haben auch eine deutlich andere situation als in berlin. ich  
denke, daß es hier mithilfe von kameras vielleicht doch etwas  
einfacher wäre leute zu finden, alleine wegen der kleineren auswahl  
von vielfahrern im stadtverkehr etc.

Leider interessiert sich das Volk™ (Zahlung an den  
Schutzmarkeneigentümer erfolgt in alkoholreichen Naturalien)  
interessiert sich kein schuss pulver für deren freiheit, bin daher  
auch der meinung, daß wir weniger theoretische gründe anbringen sollten.

(übrigens: habt ihr den miLife-Artikel im aktuellen Datenschleuder  
gelesen? genial gemacht, ist eine sehr gute idee um leuten die's nicht  
"blicken" die überwachungsgefahr näher zu bringen)

.cm

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Received on Fri Apr 11 16:01:54 2008

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